Geschichte
Die DRK-Kreisgeschäftsstelle
Während vor 1933 von ein er Kreisgeschäftsstelle im heutigen Sinn nicht gesprochen werden konnte, wurde eine solche aufgrund einschlägiger Erlasse erstmals 1939 eingerichtet. Sie befand sich damals in der Kilianstraße bei der Weinhandlung Ehrmann und zog 1942 in die Kaiserstraße zum Sanitätshaus Geisinger um, wo sie am 4. Dezember 1944 zerstört wurde.
Was übrig blieb wurde nach Weinsberg in die dortige Oberschule verlagert. Dort wurde der Betrieb notdürftig bis zum Einmarsch der Amerikaner aufrechterhalten. Nach dem Waffenstillstand wurde eine kommissarische Leitung des Roten Kreuzes eingesetzt und die Geschäftsstelle in dem Privathaus von Herrn Dr. Essers, Lessingstraße 1 neu eingerichtet.
Nach Veränderung in der Vorstandschaft zog die Geschäftsstelle 1947 in das teilweise wieder aufgebaute Landratsamt, musste auch dort wieder weichen und zog 1948 in das ehemalige Kutscherhaus der Bruckmannschen Villa in der Cäcilienstraße 51.
Im Sommer 1953 war auch dieser Platz nicht mehr zu halten und die Geschäftsstelle wurde im alten Stadttheater untergebracht.
Die Geschichte der Frankfurter Straße 12 begann mit einer Schenkung. Das Vorstandsmitglied, Irmgard Link, erklärte sich bereit durch eine Schenkung eines geeigneten Grundstückes die Grundlage für ein Rotkreuzhaus zu schaffen.
In einer Sitzung des Kreisvorstandes wurde erstmals am 9.12.1959 über die Schenkung eines 9,53 ar großen Grundstückes in der Frankfurter Straße 12 gesprochen. Am 28.3.1960 wurde beim Notar Pfizenmayer die Schenkungsurkunde unterzeichnet. In der Hauptversammlung des DRK-Kreisverbandes am 2.7.1960 wurde der Kreisvorstand ermächtigt die erforderlichen Kredite aufzunehmen, um die erforderliche Bausumme von 233.500 DM abzudecken.
Der Baubeginn wurde auch deshalb besonders dringend, da die Kreisgeschäftsstelle im alten Stadttheater mit der Einrichtung eines neuen Theaters ihre Räume verlieren würde. Auch der Krankentransport, der in dieser Zeit in der Kaserne in der Moltkestraße untergebracht war, sollte durch einen geplanten Neubau seien Unterkunft verlieren.
Nach dem Neubau des Ausbildungszentrums am Gesundbrunnen und dem damit verbundenen "Auszug" der Abteilung Ausbildung aus der Kreisgeschäftsstelle wurde die Frankfurter Straße 12 grundlegend saniert bzw. renoviert. Bei den Baumaßnahmen, die von August 2008 bis April 2009 andauerten, konnten im 2. Obergeschoss neue Büroräume geschaffen werden. Eine deutliche Verbesserung stellt auch der neue Haupteingang dar, der die Kreisgeschäftsstelle nun zur Frankfurter Straße hin öffnet.
Der Rettungsdienst
Der Krankentransport/Rettungsdienst im Kreis Heilbronn, der seit Ende des Krieges in den Händen des Roten Kreuzes liegt, hat eine rasante Entwicklung hinter sich. 1945 bestand der Fuhrpark aus zwei alten Wehrmachts- Sanitäts= wagen vom Typ Ford-BB und einem Borgward 1/2 Tonner mit Pressspanaufbau.
Die Unterbringung in der Exerzierhalle im Hof der ehemaligen Moltkekaserne bietet Platz für 8 Krankenwagen, 1 PKW und 1 Kombi.
Am 27. Juli 1963 wird die neue Kreisgeschäftsstelle in der Frankfurter Str.12 bezogen. Sie bietet Platz für den Krankentransport / Rettungsdienst mit Werkstatt und Waschhalle sowie einer Tankstelle. Auch eine Rettungsleitstelle wird eingerichtet.
Zwanzig Jahre später..
Im Mai 1982 erhält der Rettungsdienst eine eigene Rettungswache. Von hier aus werden ab sofort die Außenwachen Bad Rappenau, Bad Friedrichshall, Brackenheim, Eppingen, Löwenstein und Möckmühl gesteuert.