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Frühdefibrillation
Frühdefibrillation durch Erst - und Sanitätshelfer kann Leben retten.
Mit ca. 100.000 Fällen jährlich ist der Herztod die häufigste Todesursache außerhalb von Krankenhäusern. Plötzliches Herzversagen führt 12 mal häufiger zum Tod als Verkehrsunfälle. In den meisten Fällen ist das sogenannte Kammerflimmern für den Herztod verantwortlich. Der Herzmuskel arbeitet unkoordiniert, er flimmert. Das Herz kann kein Blut mehr in den Kreislauf pumpen. Die Folge: Bewusstlosigkeit, Atemstillstand, kein Puls - der Mensch ist klinisch tot.
Auch bei frühzeitig einsetzender HLW durch Ersthelfer und sofortiger Alarmierung des Rettungsdienstes können die Überlebenschancen verbessert werden, wenn die Defibrillation eingesetzt werden kann.
Die elektrische Defibrillation der HLW (Atemspende + Herzdruckmassage) sind die einzig wirksame Behandlung des Kammerflimmerns. Entscheidend für den Erfolg der Defibrillation ist der Faktor Zeit. Je früher defibrilliert wird, umso größer die Erfolgsaussichten. Jede Minute Verzögerung der Defibrillation senkt die Überlebenschancen um ungefähr 7-10%. Bei den heutigen Eintreffzeiten für den RD, wenn keine Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet wurden, sind die Überlebenswahrscheinlichkeiten äußerst gering.
Um also höhere Überlebensraten zu erreichen, kann mit der Durchführung der Defibrillation bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes gewartet werden. Ersthelfer müssen trainiert werden um die oft lebensrettenden Stromstöße mittels eines halbautomatischen Defibrillator abzugeben.
Die Industrie hat halbautomatische oder auch automatisierte externe Defibrillatoren (AED) entwickelt, die einfach zu bedienen sind und ein Analysesystem haben, bei dem das EKG des Patienten ausgewertet wird und gegebenenfalls eine Defibrillation empfiehlt.
Trotz einfacher Bedienung der neuen Generation der AED müssen Rahmenbedingungen für die Ausbildung und Qualifizierung von Erst- und Sanitätshelfern eingehalten werden.
