Übung in Bad Wimpfen

Um den sinnvollen Aufbau eines Behandlungsplatzes (BHP) und den Arbeitsablauf zu üben, trafen sich Mitglieder der Bereitschaften Obergimpern, Gundelsheim, Bad Friedrichshall und Bad Wimpfen auf dem Talmarktgelände. Hier sollte eine systematische Vorbereitung auf Schadensereignisse in großen Dimensionen getroffen werden.

Bei strömendem Regen wurde demonstriert, dass der Aufbau bei Soforteinsätzen von der Einsatzstruktur des Rettungsdienstes und den örtlichen Begebenheiten abhängt.

Im Ernstfall wird ein Patient zunächst in einem so genannten Eingangszelt (SG 20) kurz von einem Arzt gesichtet. Je nach Diagnose verlässt der Patient dieses in eines der vier Behandlungszelte. In vier Kategorien eingeteilt, werden im roten Zelt schwer verletzte, bzw. schwer erkrankte Personen betreut, in gelb verletzte oder erkrankte und im grünen Zelt leichtverletzte oder unverletzte Personen. Kategorie schwarz ist für Personen ohne Überlebenschancen vorgesehen.

Beim BHP 25 soll ein betriebsfähiger Behandlungsplatz für 25 Personen pro Zeiteinheit (eine Stunde) mit der vorgegebenen Struktur erstellt werden. Ein solcher Behandlungsplatz kann auch bei Großveranstaltungen vorsorglich für Sanitätswachen aufgebaut werden. „Dabei spiele die Nähe zum Einsatzort eine wichtige Rolle“, so Ali Bahcivan, Zugführer der Einsatzeinheit Nord.

Wegen des anhaltend schlechten Wetters wurde der Aufbau nach der Hälfte abgebrochen und die Übung vorzeitig beendet.