Sanitätsdiensteinsatz während der Faschingsveranstaltungen
Die Faschingstage sind nun vorüber. Neben Umzügen in Jagstfeld, Bad Wimpfen und Gundelsheim war das DRK auch bei diversen Prunksitzungen und Bällen im Einsatz.
Ausgiebig konnte am Faschingswochenende, z.B. in der Neckarsulmer Ballei, gefeiert werden. Mit 3000 Gästen haben die Veranstalter allein am Rosenmontag gerechnet. Im Einsatz war die Bereitschaft des DRK in Neckarsulm. Mit insgesamt 12 Sanitäts- und Rettungshelfern, sowie einem Rettungssanitäter hat die Truppe wie in den Vorjahren den Dienst übernommen. Neben kleineren Verletzungen wie Schnitt- oder Platzwunden, bleibt Alkoholmissbrauch nach wie vor ein sensibles Thema. Gerade im Fasching sinkt die Hemmschwelle.
Im Gegensatz zu früher hat sich nach Angaben von Susanne Illig, Bereitschaftsleiterin im Ortsverein Neckarsulm, das Konsummuster der Jugendlichen verändert: „Heute werden teilweise große Mengen innerhalb kürzester Zeit getrunken, was nicht selten in der Bewusstlosigkeit und mit einer Alkoholvergiftung endet.“
Die Ersthelfer sehen auch die Eltern der Heranwachsenden in der Pflicht: Manch Jugendlicher bringt zum Umzug Alkohol von zuhause mit oder erscheint bereits betrunken. Vielleicht sollten Eltern genauer hinschauen, in welchem Zustand und mit welchem Gepäck sich ihre Sprösslinge auf den Weg machen.
Neu während des Einsatzes in der Ballei war die Unterbringung der Verletzten im Zelt vor der Ballei. Zu mühselig hatte sich in den Vorjahren die Versorgung im Untergeschoß in den Kabinen gestaltet. Die Einsatzleitung erfolgte in bewährter Weise aus dem ortsvereinseigenen Wohnwagen, „Streifen“ waren ständig in den Räumlichkeiten unterwegs und ein Krankentransportwagen (KTW) stand vor der Ballei zum Einsatz bereit.
Susanne Illig und Daniela Litterer beschreiben den Dienst als Herausforderung, sehen sich in ihrer Arbeit bestätigt und haben trotz aller Mühe Spaß dabei. Schließlich gewinne man immer ein Stück Routine und Erfahrung dazu.