Was Hänschen nicht lernt
Wie wichtig es ist, schon bei kleinen Kindern mit der Zahngesundheitserziehung zu beginnen, erläuterte Frühprophylaxeberaterin Ulrike Bitsch den Müttern der ElBa-Gruppe in Bad Friedrichshall.Zahnpflege beginne bereits, ehe der erste Zahn zu sehen sei. Schon während der Schwangerschaft solle man an die Zahngesundheit denken, sagte sie und appellierte an die Vorbildfunktion der Eltern. Milchzähne beeinflussen die Entwicklung der Kiefer und die Stellung der bleibenden Zähne.
Bei Säuglingen empfahl sie zunächst mit Wattestäbchen, dann mit einer speziellen Gumminoppenbürste zu reinigen.
Putzen sollte mit dem Durchbruch des ersten Zahnes begonnen werden. Schon eine winzige Menge Zahnpasta reicht aus.
Wenn das Kind das zweite Lebensjahr erreicht, kann es seine ersten eigenen Putzversuche starten. Empfehlenswert sei es, anschließend nachzubürsten.
Kinderzahnbürsten sind abgerundet und haben einen speziellen Kopf, die das Zahnfleisch nicht verletzten. Schnell lernen die Kleinen so das natürliche Bedürfnis nach Mundhygiene kennen und entwickeln Sicherheit und Fertigkeit beim Putzen.
Aufgezeigt wurden Möglichkeiten, durch zusätzliche Fluoridgabe die Zähne gesund zu erhalten. Dies sei aber individuell mit dem Zahn- oder Kinderarzt zu besprechen. Welche Rolle eine „zahngesunde“ Ernährung spielt und wie
man einen angemessenen Umgang mit Süßigkeiten lernen kann, schilderte Ulrike Bitsch in ihrem Vortrag.
Spielend auf den ersten Zahnarztbesuch vorbereiten kann man die Kinder ganz einfach mit dem Lied „ Hoppe hoppe Reiter“. Beim Hinunterbeugen ist es dem Untersucher möglich, sich einen Blick in die Mundhöhle und das Gebiss der Kleinen zu verschaffen. Ängste werden abgebaut, wenn die Kinder so früh als möglich beim Zahnarztbesuch der Eltern dabei sind.
Erfreulicherweise haben inzwischen 70% der Kinder gesunde Gebisse, Kariesbefall ist rückläufig. Übertragen wird Karies durch Speichel, weshalb die Referentin noch einmal auf die Unsitte mancher Erwachsener hinwies, Löffel oder Schnuller ihrer Kleinen abzulecken.
Für die ElBa – Mütter bedankte sich Gruppenleiterin Margit Bogumil bei Ulrike Bitsch mit einem kleinen Präsent.