Mehr Lebensqualität durch besseres Hören

Was es mit guter Hörgerätetechnik auf sich hat und wie durch neueste Technologie zur steigenden Verbesserung der Lebensqualität beigetragen werden kann, veranschaulichte ein Fachvortrag im DRK Ausbildungszentrum. 27 Interessierte waren der Einladung gefolgt und zeigten sich erstaunt über die Ausführungen des Hörgeräte-Akustikmeisters Andreas Beuchert und Christian Hartmann vom Selbsthilfeverband Schwerhöriger.

Allein in Deutschland gibt es 16 Millionen Betroffene. Die Behandlung erfordere noch immer eine Menge Einfühlungsvermögen, erläuterten beide und es sei noch eine Menge Bewusstseins Arbeit zu leisten. Hören könne man auf die Dauer verlernen und dies sei nicht nur ein Problem des Alters.

Regelmäßig soll das Gehör überprüft werden, denn je eher eine Behandlung beginnt, desto besser. Vor allem verbessert die Tatsache, wieder gut zu hören, die Lebensqualität, denn oft leide auch die Seele. Lückenhaftes Hören ist anstrengend, es macht Mühe einem Gespräch zu folgen. Betroffene fühlen sich einsam und unverstanden.

„Durch die Versorgung mit Hörgeräten gehört man wieder dazu“, so ein Teilnehmer. Ein Schritt also auf dem Weg  zur sozialen Eingliederung. Das Hörgerät soll die Sprache des Gegenübers klar verständlich machen, ohne dabei unangenehm laut zu werden.

Leider ist bei manchem Betroffenen trotz beidseitiger Geräte irgendwann eine Grenze erreicht, Kommunikation gelingt nicht mehr. Christian Hartmann berichtet von Implantaten namens Cochlea, einer Hörprothese für hochgradig Schwerhörige und Gehörlose, deren Hörnerv noch funktioniert.

Dass der Alltag durch diverse Hilfsmittel wie Signalanlagen und Blinklicht an Türklingel und Telefon leichter gestaltet werden kann, wird im abschließenden Gespräch klar.