Jugendrotkreuz Jagsthausen beeindruckt mit abwechslungsreichem Programm


Das Herbstprogramm startete mit einer Altkleidersammlung. Bei winterlichen Temperaturen begannen die Kinder und Jugendlichen frühmorgens mit dem einsammeln und verladen der Säcke. Schnell wurde allen recht warm.

Mit dem stolzen Ergebnis von 2 260 Kilo konnte eine sehr erfolgreiche Sammlung abgeschlossen und mit einem Spaghetti-Essen im DRK Raum in Olnhausen  beendet werden. Dies hatten sich die Akteure mehr als verdient!

Dass es nicht immer Wurst oder Fleisch sein muß, das an einem großen Feuer brutzelt, zeigten die Jugendrotkreuzler mit ihrem  Kartoffelfeuer rund um die Schönbüchleshütte. Den Duft von gebackenem Stockbrot nahm man schon von weitem wahr. Kartoffeln garten direkt in der Glut des großen Feuers. Ohne jegliches Gewürz schmeckten diese zusammen mit Kräuterbutter oder Kräuterquark einfach herrlich.

Aber- ohne Fleiß kein Stockbrot! Zunächst einmal mussten alle gemeinsam eine Fuhre Brennholz zur Feuerstelle bringen. Beeindruckend wie schnell diese Arbeit gemeinsam zu bewältigen war und wie viel Spaß man dabei haben kann.

Bis das Feuer richtig loderte schnitzte sich jeder einen geeignet langen Stock.  Teig gab es genug, so dass sich jeder auch mehrere Portionen backen konnte. Der richtige Dreh, zwischen „außen noch genießbar und innen schön durch“, wollte  geübt sein.

Um die Entstehung des Roten Kreuz ging es in der nächsten Gruppenstunde. Die Geschichte um den Schweizer Kaufmann Henry Dunant, der 1859 furchtbare Leiden  bei der Schlacht von Solferino 1859 erlebt hatte, hörten die jungen Leute von ihren Gruppenleitern. Wie Dunant sich sofort zum Helfen entschloss  und was daraus resultierte, erfuhren sie an diesem Nachmittag.

Beeindruckend der Gedanke, dass beim Roten Kreuz weltweit die gleichen Ideen verfolgt werden wie im kleinen Jagsthausen.


Ein Ausflug führte die Gruppe auf den Spuren des Götz von Berlichingen zur  Burg Hornberg. Sie liegt hoch über dem Neckar und bietet einen phantastischen Blick ins Neckartal. Toll war es, die schwer beladenen Schiffe auf dem Fluss, oder die im Tal vorbei rauschenden Züge, die wie auf einer Spielzeugeisenbahn ganz klein hinter der nächsten Biegung verschwanden, zu beobachten.

Als die Jugendrotkreuzler durch die Ruine streiften, stellten sie sich vor, wie hier früher die Ritter mit ihren Pferden durchgezogen waren. Jeder Winkel wollte erkundet sein.  Götz von Berlichingen hat auf der Hornberg gelebt, ist dort auch gestorben. Da sich sein Grab aber im Kreuzgang des Klosters Schöntal ist, sollte diesem nun auch noch ein Besuch abgestattet werden.

Erst mit einiger Verspätung traf die Truppe, begeistert von einem beeindruckenden Nachmittag, wieder in Jagsthausen ein.