Blutvorräte schmelzen
Um einen gewissen Vorrat zu gewährleisten, bittet mancher Ortsverein nun zu einer zusätzlichen Aktion. Nicht immer ein leichtes Unterfangen, weitere logistische und organisatorische Herausforderungen gilt es zu bewältigen. Nach wie ist es wichtig, persönliche Kontakte zu den Spendewilligen aus dem unmittelbaren Umfeld zu pflegen. Handzettel werden verteilt, Werbung in Amtsblättern und der regionalen Presse veröffentlicht. Mit reizvollen Geschenken werden Erstspender geworben und Gewinnspiele veranstaltet. Aktuell werden jetzt im Advent Wochenendreisen nach Lübeck verlost. Viele Ehrenamtliche sind im Einsatz. Egal ob Jugendrotkreuzler, Mitglieder der Bereitschaft oder Sozialarbeit. Jeder findet seinen Platz bei den Blutspendeaktionen. So sitzen nicht selten alt gediente Helfer bei der Registrierung und Anmeldung, leisten Unterstützung bei der Verpflegung der Gäste oder betreuen diese am Bett. Ein wichtiger Part soll zukünftig die Öffentlichkeitsarbeit sein. Fast überall im Stadt- und Landkreis wird in den so genannten Wartezonen per Beamer über die allgemeine und ortsverbandsinterne Rot-Kreuz-Arbeit im Besonderen informiert.
Immer mehr Ortsvereine werden gebeten, über zusätzliche Spendentermine nachzudenken. Langanhaltendes Spätsommerwetter hat die Blutvorräte schmelzen lassen. Da bevorzugte es manch potentieller Spender doch lieber im Garten zu arbeiten, als sich Blut abzapfen zu lassen. Nach wie vor wird aber jede Menge „Lebenssaft“ für Kranke, besonders Krebspatienten, Notfälle und geplante Operationen benötigt. In Baden Württemberg und Hessen sind dies im Durchschnitt täglich um die 3000 Spenden.