Übung auf der A81
Kurz nach dem Tunneleingang in Richtung Würzburg fahren drei Fahrzeuge ineinander, ein PKW beginnt zu brennen. Hier betreut die ersteintreffende Polizei im Südportal die Verunfallten, Feuerwehr, ASB und Notarzt stoßen dazu. Der Busfahrer ist eingeklemmt, viele Passagiere sind verletzt. Die 4 Insassen des PKW müssen von der Feuerwehr aus den Trümmern geborgen werden. So nimmt der Massenanfall von Verletzten (MANV) seinen weiteren Verlauf. Neben der Feuerwehr sind auch der DRK Rettungsdienst mit einem weiteren Notarzt und der Einsatzleitwagen vor Ort. Des Weiteren werden die Kreisbereitschaftsleitung und die Schnelleinsatzgruppen zur Erstversorgung und Betreuung alarmiert. Auch die Gruppe Technik und Sicherheit ist im Nordportal der Tunnelröhre mit dabei. Notfallseelsorge und Notfallnachsorge kümmern sich um unverletzte Beteiligte. Nachdem die Unfallstelle im Südportal fachmännisch versorgt ist, eilen die Helfer von dort zum Einsatz in der zweiten Röhre. In der Zwischenzeit sind Zelte aufgebaut, die verletzten Personen werden je nach Schweregrad der Verletzungen für den Abtransport in umliegende Kliniken eingeteilt. Dort sind bereits Mitglieder des Kreisauskunftsbüros zur Registrierung der Verunfallten im Dienst. Alle Hände voll zu tun hat die Einsatzleitung, hier laufen die Informationen über die Ereignisse im Tunnel zusammen, schließlich sind insgesamt 400 Helfer mit 100 Fahrzeugen beteiligt. Sinn und Zweck der Übung sei es, die entsprechenden Einheiten an die Einsatzstellen heranzuführen und Alarm- und Einsatzpläne zu überprüfen. Das neu erstellte Konzept der LNA- und OrgL Gruppe werde abgearbeitet, um dieses zu verbessern und eventuelle Lücken zu finden, so Dank gebühre am Ende allen, die an der Übung beteiligt waren, besonders auch den Mimen und der Verpflegungsmannschaft. Fotos: Martin Naujocks
Sechs Stunden ist die Autobahn A81 am frühen Sonntagmorgen zwischen dem Weinsberger Kreuz und Neuenstadt voll gesperrt. Eine vom Regierungspräsidium angeordnete Übung im Hölzerner Tunnel fordert ein gutes Zusammenspiel verschiedener Einsatzkräfte aus unterschiedlichen Organisationen. Besonders große Herausforderungen werden an den Rettungsdienst gestellt.
Durch die starke Rauchentwicklung zieht sich das Geschehnis weiter in die zweite Tunnelröhre, wodurch dort starke Sichtbehinderung für die hier fahrenden Verkehrsteilnehmer entsteht. Der Lenker eines Reisebusses muss stark abbremsen und rammt bei diesem Manöver die Tunnelwand. Ein weiterer PKW wird in diesen Unfall verwickelt.