Nur gemeinsam sind Blutspendetermine zu bewältigen

Blutspender leisten einen überaus wichtigen Beitrag für das Gemeinwohl. Um ein erfolgreiche Aktion durchzuführen bedarf es vieler Helfer und dass ein Doppeltermin nur mit vereinten Kräften zu bewältigen ist, beweist sich in manchem DRK-Ortsverein im Stadt- und Landkreis.

Öffentlichkeits-, und Pressearbeit wird vielerorts schon Wochen im Voraus betrieben. Jugendrotkreuzler verteilen Werbeflyer in Briefkästen, in den Mitteilungsblättern wird auf die Aktion hingewiesen. Bestellungen für die Verpflegung müssen erstellt und aufgegeben werden. Letzte Rücksprachen mit Schule, Halle und Hausmeistern stehen an.

In den Bereitschaftsabenden werden Plakate geklebt und Hinweisschilder in den umliegenden Ortschaften aufgestellt. In allen Gruppierungen liegen Helferlisten mit der Bitte um Eintrag aus, schließlich ist ein großes Aufgabengebiet zu bewältigen. Vielerorts sind es immer dieselben Helferinnen und Helfer, die sich für die Durchführung des Blutspendetermins zur Verfügung stellen. Bei Doppelterminen sind in zwei Schichten oft über 50 Helfer im Einsatz.

Für viele Ortsvereine ist Blutspende auch eine logistische Herausforderung, denn nicht alle Schulen oder Hallen sind bereit, sämtliches Kücheninventar zur Verfügung zu stellen. „Vom Teller bis zur Spülmaschine wird alles verladen und zum Veranstaltungsort chauffiert,“ berichtet Magazinverwalter Arno Köckritz aus dem nördlichen Landkreis. Bis spät in die Nacht werde nach der Blutspendeaktion alles wieder an Ort und Stelle gebracht.

Viele Helfer haben extra Urlaub genommen um an diesem wichtigen Tag für den Ortsverein da zu sein. Morgens werden die letzten Plakate angebracht: „Heute Blutspende“ ist darauf zu lesen. Gleich nach Schulschluss erscheinen erste Küchenhelferinnen um Vorbereitungen für die Verpflegung zu treffen, Aktive räumen Klassenzimmer aus. Jugendrotkreuzler kommen direkt nach ihrem Unterricht, bauen Verpflegungsstation und den Getränkestand auf. An der Anmeldung sitzen zwei Mitglieder der Sozialarbeit und füllen mit  Spendewilligen die Anmeldebögen aus. Es kann also losgehen…

Kurz vor 20 Uhr sind die Verantwortlichen etwas unzufrieden. Es sind zwar mehr Erstspender als sonst erschienen, im gesamten aber doch einige Leute weniger. Woran hat es gelegen? Was wird sich ändern, wenn es zukünftig drei anstelle bisher zwei Termine im Jahr gibt?

Klassenzimmer werden von den Helfern in den Urzustand versetzt, die Küche auf Vordermann gebracht, Reste verpackt, Plakatständer eingeholt und Ortsvereinsfahrzeuge beladen. Wenn die dann im Magazin ausgeräumt sind, sitzen noch ein paar Unermüdliche beisammen, lassen die Aktion noch einmal Revue passieren und überlegen, was man beim nächsten Blutspendetermin anders machen will.