Henry Dunant - ein dramatisches Menschenleben

Als Henry Dunant in Solferino Hilfe für die verletzten Soldaten mobilisierte, machten die Helferinnen und Helfer keinen Unterschied zwischen den Angehörigen der verschiedenen Heere. „Tutti fratelli“ war ihre Losung – wir sind alle Brüder. Alle verdienen Hilfe, weil sie Menschen in Not sind – weil alle Menschen sind. Diese Leitidee prägt das Rote Kreuz seit seiner Gründung.

Das Leben des Genfers verlief dramatisch, es ist nicht frei von Widersprüchen; als Geschäftsmann war Dunant gescheitert; lange Jahre verbrachte er in Armut. Die Welt hatte ihn vergessen. Spät erst erfolgte die Anerkennung. Im Appenzeller Dorf Heiden, auf einer Anhöhe über dem Bodensee, identifizieren sich viele Bewohnerinnen und Bewohner mit Henry Dunant. Hier verbrachte er seine letzten 23 Lebensjahre. Hier erreichte ihn die Nachricht von der Verleihung des Friedensnobelpreises.

Der im Jahre 2006 gegründete Verein „Dunant-Jahr 2010“  organisierte zum Gedenken an den 100. Todestag des Gründers des heutigen Internationalen Komitees des Roten Kreuzes und Trägers des ersten Friedensnobelpreises am 30. Oktober 2010 einen Fackellauf durch Heiden/Schweiz.


Auch eine Abordnung des Heilbronner Kreisauskunftsbüros nahm an dieser Gedenkfeier teil. Einer Führung „Auf den Spuren Henry Dunant“ durch Heiden schloss sich die Besichtigung des „Henry-Dunant-Museum“ an. Am frühen Abend folgt dann der Fackellauf vom Bahnhof Heiden zum Ehrenplatz in der Nähe des „Hotel Heiden“, auf welchem ein Gedenkstein an den großen Visionär erinnert.