Grand-Prix-Stimmung in Schwaigern
Der Grundgedanke entstand vor mehr als sieben Jahren. Man wollte beim DRK Ortsverein Schwaigern etwas initiieren, was Eltern und Kindern zusammen auf den Weg bringen konnten. Die Idee mit dem Seifenkistenrennen war geboren und erfreut sich seither Jahr für Jahr immer größer werdender Beliebtheit.
Nach dem zweiten Weltkrieg erlebte man in Deutschland die ersten Seifenkistenrennen. Diese waren aus Holz, Kohlefaser oder ähnlichem Material und führten auf abschüssigen Strecken ins Tal. Ihren Ursprungsnamen bekamen sie durch die Verwendung von Verpackungsmaterial, in denen Firmen unter anderem Seifen lieferten.
„Nach wie vor soll für alle Teilnehmer der Spaß im Vordergrund stehen“, so Claus Rehder, 1. Vorsitzender des DRK. Aber auch handwerkliches Geschick spiele eine zentrale Rolle und sei eine der Grundvoraussetzungen. Er beobachtet, dass sich die Gefährte Jahr für Jahr weiterentwickeln.
Viele Zuschauer sind an diesem Sonntag gekommen, auch aus dem weiter entfernten Umland. Sie säumen den Straßenrand hinter dem Schloss. Zur Sicherheit hat das rührige Organisationsteam Reifenstapel entlang der Kernerstraße aufgetürmt. Inzwischen erreichen die Teilnehmer des Schwaigerner Rennens jedes Jahr ein höheres Tempo. Deshalb wurde die Strecke jetzt noch kurvenreicher und enger gestaltet. Damit werden die Teilnehmer gezwungen, jeden Millimeter auszureizen um eine gute Zeit zu erzielen.
Auch Andreas Ohr ist zum wiederholten Male mit dabei. Er sitzt in einem außergewöhnlichen Gefährt, fast mutet es wie ein Riesendreirad an und erregt eine Menge Aufsehen. Seine Freunde von der Jugendfeuerwehr präsentieren eine knallrote Kiste mit Blaulicht und ernten bei ihrer Fahr eine Menge Applaus. Viele Väter schieben ihre Kinder in phantasievollen Wagen zum Start, sind stolz auf das gemeinsam geschaffene Werk.
Am Ende zählt nicht der Sieg an sich, dabei sein ist alles. Eine Menge Spaß hat es allen gemacht. Für den Schwaigerner DRK Ortsverein hat sich der Aufwand damit wieder einmal gelohnt.