Die Rolle des DRK im Zuwanderungsprozess
Fast die Hälfte aller Heilbronner haben eine Zuwanderungsgeschichte. Dies bringt eine Vielfalt an kulturellen und persönlichen Erfahrungen mit sich und ist individuell geprägt.
Um über die Zuwanderungsanlässe und gelebte Integration zu informieren und um ins Gespräch zu kommen, wird am Donnerstag, den 25.11. um 19 Uhr ins DRK Ausbildungszentrum am Gesundbrunnen 40 eingeladen.
Als Zeitzeugin berichtet die Bad Rappenauerin Hannelore Feik über ihr ehrenamtliches Engagement und das vielschichtige soziale Netz im DRK. Mit viel Begeisterung und Energie hat sie all ihre Aufgaben angepackt. „Als Kinder waren auch wir arm, aber glücklich“, sagt Hannelore Feik. Aus eigener Erfahrung kennt sie harte Zeiten, mit ein Grund für ihr bürgerschaftliches Engagement.
Viele Jahre arbeitete sie im Besuchsdienst der Vulpiusklinik. Sie gehörte zu jenen Rotkreuz Helfern, die Migranten begrüßten und verpflegten, mit Arbeitsvermittlern zusammenarbeitete und Unterkünfte organisierte. Sie erledigte Behördengänge, ging mit zum Einkaufen oder hörte einfach nur zu. Noch heute pflegt sie Kontakte zu ehemaligen Asylanten und Spätaussiedlern.
Einblicke in die Lebensgeschichten von Zuwanderern gibt es beim Bunten Nachmittag in der DRK Residenz Neckarterrassen Heilbronn am kommenden Sonntag um 15 Uhr.
Fast ein halbes Jahrhundert ist seit den ersten Anwerbevereinbarungen vergangen. Menschen wurden zum Zwecke der Arbeitsaufnahme nach Deutschland gebracht. Wie es ihnen ergangen, wie waren ihre Erfahrungen mit Deutschen? Wo gab es Unterstützung? Antworten gibt es an diesem sicher interessanten Nachmittag.
Für das leibliche Wohl sorgen an diesem Nachmittag der Kultur- und Wohltätigkeitsverein türkischer Frauen und die Firma bestLIFE.
Karikaturen aus der Ausstellung „Aus-,Ein-,Zugewandert“ werden gezeigt.