Blutspende: wichtiger Dienst für die Allgemeinheit
Ehrungen in Erlenbach und Schwaigern
Seit annähernd 50 Jahren wird in den Gemeinden Schwaigern und Erlenbach Blut gespendet. Nach wie vor sind die Bürger dort dazu bereit, manche kommen sogar zweimal im Jahr zu den Aktionen. Als gelebte Hilfe für Unbekannte sieht es mancher Spender, auch als eine Form von Nächstenliebe.
Das Blatt hat sich in den zurückliegenden Jahren gewendet. Wurden die Blutkonserven früher hauptsächlich für Verunfallte und Verletzte benötigt, werden die Konserven heute in erster Linie bei z.B. an Krebs Erkrankten eingesetzt. Nur durch den persönlichen Einsatz der Spender, wird moderne Medizin möglich.
Mitgezählt hat man in Erlenbach wie in Schwaigern. So konnte Walter Veile, Ortsvereinsvorsitzender in der Sulmtalgemeinde, die 10 000. Spenderin Monika Dollmann auszeichnen. Mit der Nummer 9 999 war Hans-Werner Geiger in der Sulmtalhalle registriert und der 10 001. Spender hieß Nico Oßwald. Zusammen mit Rudolf Feix, Werbe- und Organisationsreferent des Blutspendedienstes, überreichte der Vorstand ein Präsent.
Überrascht wurde in der Horst-Haug-Halle in Schwaigern Robert Heinz. Er hatte nicht damit gerechnet, der 20 000. Spender in der fast 50jährigen Geschichte der dortigen Blutspendeaktionen zu sein. Erst zum zweiten Mal dabei und schon geehrt wurde Hannah Brame aus Leingarten mit der Nummer 20 001 und der langjährige Spender Horst Scherer als 19 999. Vorsitzender Claus Rehder freute sich mit den Dreien und überreichte einen Blumengruß und ein Geschenk.
„Über dem Durchschnitt“, sei der Besuch in Schwaigern, so Claus Rehder. Auch über zwei Dutzend Erstspender sind erschienen.
Zusammen mit dem Entnahmeteam des Blutspendedienstes, kümmern sich 5 Ärzte und viele Ehrenamtliche um die Betreuung und Versorgung der Spendewilligen. In unserer individuell geprägten Gesellschaft heute sicher nicht die Regel, wenn es darum geht, sich für andere einzusetzen. Umso mehr Wertschätzung ist all jenen zu zollen, die ihr Blut unentgeltlich für andere zur Verfügung stellen. Aber auch das Engagement der freiwilligen Helfer aus den einzelnen Ortsverbänden soll nicht unerwähnt bleiben.
Jeder kann schnell selbst in die Situation geraten, in der er auf Blutkonserven angewiesen ist. Wenn es um Leben und Tod geht, ist Blut oft die wertvollste Hilfe die es gibt. Mit der Teilnahme an einer Blutspendeaktion leistet der Bürger einen wichtigen Dienst für das Allgemeinwohl.