Bewusste Kinderernährung

Auf Einladung des DRK weilte Diplom-Ökotrophologin Silke Burgmaier vom Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz bei der neu gegründeten ElBa (Eltern-Baby-) Gruppe. Alle am ElBa-Kurs teilnehmenden Müttern mit ihren Säuglingen und mehrere Gäste zeigten Interesse am Vortrag über bewusste Kinderernährung (BeKi). Die landesweite Initiative in Baden-Württemberg ist neutral und die Informationen wissenschaftlich abgesichert. Es bestehen keine wirtschaftlichen Interessen, sodass damit auch keine Werbung für spezielle Produkte stattfindet.

Für die gesunde Entwicklung eines jeden Säuglings habe die richtige Ernährung von Anfang an eine wichtige Bedeutung und Essen sei für das Kind mehr als reine Nahrungsaufnahme, so die Referentin. Essen solle immer Genuss, keine Beschäftigung für das Kind sein. Auf die  Brezel, zum Knabbern zwischendurch oder zur Beruhigung, kann deshalb getrost verzichtet werden. Frühzeitige Erziehung zu einem gesunden Essverhalten ist wichtig und schützt vor Krankheiten, lernen die interessierten Teilnehmerinnen. In einer Orientierungshilfe erhalten sie Ernährungsempfehlungen für das erste Lebensjahr. Da auf dem Markt ein verwirrendes Angebot unterschiedlichster Produkte erhältlich ist, schafft Silke Burgmaier auch hier Klarheit. „Es ist nicht unbedingt erforderlich die Milchnahrung umzustellen, nur weil die Werbung dies so vorzeigt. Der Stoffwechsel des Kleinkindes ist empfindlich und muss nicht unnötig belastet werden.“ Anders ist es natürlich, wenn das Baby von der Anfangsnahrung nicht mehr satt wird. Über die Unterschiede zwischen Flaschenahrung- Kuh- und Ziegenmilch möchte eine Zuhörerin informiert werden und erhält auch hier Antworten. Als zusätzliches Getränk empfiehlt die Ernährungsberaterin Leitungswasser. Dieses ist in Deutschland sehr sauber, bedenkenlos geeignet und damit der ideale Durstlöscher. Von zuckerhaltigem Tee, fertigen Fruchtsaftmischungen oder Dauernuckeln rät sie dringend ab. Bereits ab dem 7. Monat kann das Kind sein Getränk aus einem schmalen Glas oder Becher zu sich nehmen.

Auch auf die Gefahr des Erstickens weist Silke Burgmaier ausdrücklich hin. Knabbereien wie z.B. Reiswaffeln sollte das Kleinkind nie ohne Aufsicht essen.

Am Ende erhalten die ElBa-Mütter ausführliche Rezeptvorschläge für die Zubereitung von Getreide- oder Obstbrei und Tipps für den Kauf von fertiger Beikost. Dabei sind solche mit wenigen Zutaten und nährstoffreiche Sorten zu bevorzugen.