Adventstimmung auf dem Zeltplatz

„Es schneit, es schneit – kommt alle aus dem Haus“, singen die Kinder vom Jugendrotkreuz im Weihenbronner Wald bei Wüstenrot. Dick eingepackt in Schneeanzüge oder Anoraks, in Schals gehüllt und warmen Handschuhen stehen sie nachts ums Lagerfeuer. Die Freude steht ihnen ins Gesicht geschrieben – er ist da, der lang ersehnte Schnee.

Am frühen Nachmittag sind sie angereist. Wie jedes Jahr wollen sie sich zusammen mit ihren Gruppenleitern auf die bevorstehende Weihnachtszeit einstimmen lassen, basteln, singen, spielen und Apfelbrot backen:

Nach dem Zimmerbezug treffen sich die Kinder um erste Vorbereitungen zu treffen. Bei einer Tasse Tee und Marmorkuchen wird gemeinsam das Programm festgelegt.

Nun gilt es mindestens 10 Kilogramm Äpfel zu schälen, zu vierteln und in kleine Stücke zu teilen. Ein wahrer Wettstreit entsteht – wer schafft es am Ende die größte Menge zu schnippeln? Über Nacht darf das Obst in Zucker baden, ehe es weiter verarbeitet wird.

Während aus dem CD-Player Adventslieder tönen, werden an verschiedenen Tischen Brettspiele aufgebaut. Als Favorit gilt nach wie vor Phase 10. Die Betreuer richten in der Zwischenzeit Holz fürs Lagerfeuer und bereiten die Fackeln zur Nachtwanderung vor. Endlich geht es raus in den verschneiten Winterwald. Es ist richtig kalt geworden und eine dichte Schneedecke hat sich auf die Felder und Wiesen rund um den Zeltplatz gelegt. Welch ein Spaß macht da so eine abendliche Wanderung durch den Wald.

Zurück auf dem DRK-Gelände wird am Lagerfeuer gesungen, manche tummeln sich im Schnee oder fahren im Fackelschein Schlitten. Nach dem Abendbrot wird mit viel Spaß um die Wichtelgeschenke gewürfelt. Vor der Nachtruhe (?!) gibt es noch den Film Vorstadtkrokodile 2 zu sehen.

Nach dem Frühstück wollen die Kinder erstmal wieder raus, herumtoben, Schneeballschlachten ausfechten und mit dem Schlitten oder Plastiksäcken den Berg herunterrodeln. In Angebotsgruppen geht es weiter, Weihnachtsgeschenke basteln und backen ist angesagt, auch das Mittagessen will gekocht sein. Überall im Haus riecht es nach Zimt, Vanille, Lebkuchen…

Geschenke werden verpackt, selbst gebastelte Anhänger und Postkarten aus Tonpapier zieren die Weihnachtsgaben. Viele Laib Apfelbrot sind fertig und jede/r darf sich zwei davon mit nach Hause nehmen.

Ein ereignisreiches Wochenende geht zu Ende, schon stehen Eltern zum abholen bereit. Mancher Jugendrotkreuzler wäre gerne noch länger geblieben. Viel Spaß habe es gemacht, sagen die Kinder und freuen sich, dass sie spätestens zum Wochenendzeltlager im Juli nächsten Jahres wieder nach Wüstenrot fahren dürfen.