DRK Hauptversammlung in Talheim

Als Basis für die erstklassige Arbeit sei laut Kreisvorsitzenden Landrat Detlef Piepenburg das Ehrenamt zu nennen, der Verband wäre perfekt aufgestellt. Dabei werde aber jede Menge Arbeit auf den Schultern vieler Helfer verteilt.

Im Rettungsdienst werden nahezu 38 000 Einsätze gefahren, auch hier ist das Engagement Ehrenamtlicher, besonders an Wochenenden und Ferien gefordert. Durch die Verkürzung des Wehrdienstes und dem Wegfall von Zivildienstleistenden wird es in Zukunft mehr hauptamtliche Kräfte geben müssen, was das System verteuere, so Geschäftsführer Ludwig Landzettel.

Erfolgreich die Arbeit in den Pflegeheimen, die DRK Residenz Neckarterrassen wurde vom Medizinischen Dienst mit einer Eins bewertet.

In den Bereitschaften sind 1422 Mitglieder organisiert, im Jugendrotkreuz 521 Kinder und Jugendliche. Neben dem Sanitätsdienst gab es Einsätze z.B. beim Reizgasalarm in einer Berufschule, Scheunenbrand in Schwaigern oder dem Trollingermarathon. Über 1600 Mal sprangen ehrenamtliche Helfer vor Ort ein, um bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes fachkundige medizinische Versorgung zu gewährleisten.

Bewegungsprogramme, Essen auf Rädern, Kleiderkammer sind Dienstleistungen der Sozialarbeit im Kreisverband.

Grußworte überbrachte Kreisfeuerwehrchef Reinhold Gall und berichtete über die Fortschritte beim Bau der integrierten Leitstelle. Der Spatenstich ist noch im Juli geplant.

Mit der Ehrenurkunde des Kreisverbandes und einem Blumengruß wurden sieben Mitglieder für ihr überdurchschnittliches Engagement ausgezeichnet: Margarete Freyer, Claus Rehder, Claus Boleslawsky, Uli Fischer, Helga Grübele, Elsbeth und Günter Altmann. Alle haben sich in vorbildlicher Weise für die Belange der jeweiligen Ortsvereine eingesetzt.

Am Ende wurde Kreisgeschäftsführer Ludwig Landzettel die Verdienstmedaille des DRK Landesverbandes verliehen. Harald Schugt, Mitglied des Landespräsidiums, zeichnete Ludwig Landzettel damit für seine vorbildlichen Verdienste aus.

Viele Jahre war er ehrenamtlich im Rettungsdienst eingebunden. Ludwig Landzettel begleitete Hilfstransporte ins Ausland und leistete nach dem Umbruch in Estland Wiederaufbauhilfe. Daneben ist er seit 12 Jahren in seiner Heimatgemeinde Binau Vorsitzender des DRK Ortsvereins.

Der Kreisverband habe sich, laut Schugt in der Amtszeit von Ludwig Landzettel sehr gut entwickelt. Er habe viele Maßnahmen federführend vorangetrieben und war, oft auch außerhalb seiner Dienstzeit, maßgeblich an der Umsetzung beteiligt. Den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern stünde Landzettel jederzeit mit seinem fundierten Fachwissen zur Verfügung.