Radsonntag auf der B27

Es regnet und stürmt an diesem Sonntag. Gähnende Leere frühmorgens um 8 Uhr auf dem gesperrten Streckenabschnitt zwischen Heilbronn und Mosbach. Einige wenige Radler und Inlineskater sieht man dann doch und die freuen sich über die leergefegte Straße, kommen zügig voran.

Viel zu kühl sei es heute für eine Tour, sagt eine Radlerin bei Neckarsulm, dick eingepackt in Vlies und Regenjacke. Mancher der angekündigten Verpflegungsstände öffnet erst gar nicht, andere zögern noch beim Anfeuern ihrer Grills.

Glücklich schätzen können sich Vereine, die Zelte aufgeschlagen haben. Hier verweilen Unentwegte, gönnen sich eine Pause.

„Ein guter Platz im Trockenen“, sagt Manfred Müller aus Heilbronn und lässt sich an einem DRK Verbandsplatz ein Pflaster auf sein aufgeschlagenes Knie kleben. Für die aktiven Helfer aus den DRK Ortsvereinen entlang der Strecke gibt es nicht sonderlich viel zu tun.

Wie jedes Jahr zählen Schürfwunden und Prellungen zu den häufigsten Verletzungen. Entsetzt ist man einmal mehr darüber, dass noch immer viele Teilnehmer ohne Helm oder entsprechende Schutzkleidung auf der Straße unterwegs sind.