Zwei Jugendgruppen im Landesentscheid

 

Ob für sie die Teilnahme schon zur Routine geworden sei, fragt ein Reporter aus Karlsruhe die Jugendlichen am Ende des Bereichswettbewerbes. Energisch schütteln die den Kopf und nein - es gäbe ja immer wieder was Neues zu lernen und zu entdecken, Freundschaften zu anderen Gruppen würden geknüpft.

Beim Kreisentscheid im März hat sich in den Alterstufen II (12-16 Jahre) und III

(17-27 Jahre) jeweils die Gruppe aus Bad Friedrichshall-Duttenberg mit dem ersten Platz für die Teilnahme am Bereichswettbewerb qualifiziert. Bedingt durch Oster- und Pfingstferien blieb eigentlich gar nicht viel Zeit sich weiter vorzubereiten. Jeder tat zu Hause das, was ihm zeitlich möglich war. Da wurde das Leben Henry Dunants noch mal nachgelesen, geschichtliche Daten eingeprägt. Über gesunde Ernährung hatte man sich bereits vor dem Kreiswettbewerb hinreichend informiert und das Jahresthema „Vielfalt“ noch einmal verinnerlicht. Schminkkästen wurden gesäubert und aufgerüstet, Erste Hilfe Material in den entsprechenden Verbandstaschen hergerichtet.

Samstagfrüh, 9.00 Uhr Pfinztal-Berghausen, Kreis Karlsruhe: 22 Gruppen aus dem nördlichen Baden Württemberg haben sich im Bildungszentrum eingefunden, allesamt Sieger aus den einzelnen Kreisverbänden (zeitgleich findet in Aalen der zweite Entscheid statt. Jeweils 4 Gruppen reisen dann weiter in den Landeswettbewerb, der am 3./4. Juli in der Innenstadt von Göppingen öffentlichkeitswirksam stattfinden soll).

Für Duttenberg geht es gleich mit der Erste-Hilfe Gruppenaufgabe los. Zwei Mimen müssen realistisch geschminkt und anschließend fachgerecht versorgt werden. Unterschiedlich schwere Verletzungen in den verschiedenen Altersstufen…

Grenzgänger heißt die Aufgabe im Sozialen Bereich und die Frage, ob im JRK die persönlichen Grenzen der Mitglieder untereinander geachtet und gute Umgangsformen gepflegt werden, steht im Raum.

Wie viel Zucker verschiedene Lebensmittelprodukte enthalten, galt es in einer weiteren Aufgabe zu lösen.

Zurückversetzt ins Jahr 1910 wurden die Jugendlichen beim Rotkreuz-Wissen. Als gute Vertraute seien sie zur Beerdigung Henry Dunants geladen. Spontan sollte ein Vertreter der Gruppe einen Nachruf sprechen und darin die wesentlichen Leistungen des Gründers erwähnen und entsprechend würdigen. Mit Bravour lösten die Duttenberger auch diese etwas heikle Aufgabe und ernteten großes Lob seitens der Schiedsrichter.

Bei Sport/ Spiel  durfte beim „Superhirn“ nicht miteinander geredet werden. Die Teilnehmer selbst stellten mit den entsprechenden Metaplankarten die farbigen Spielsteine dar. Schwierig!

Eine Bildergeschichte über das Leben von Henry Dunant musste im musisch-kulturellen Bereich erstellt werden. Die wichtigsten Stationen sollten sie so aufzeigen, dass diese für sich selbsterklärend seien.

Gegen Abend dann endlich Siegerehrung – so ein Wettbewerbstag ist lang! Landesleiter Michael Jenner macht die Sache spannend. Er rollt das Feld von hinten auf. Die Duttenberger fiebern mit und fallen sich am Ende jubelnd in die Arme. Wieder haben sie es geschafft. Beide Gruppen qualifizieren sich für die Teilnahme am Landeswettbewerb, Stufe II belegt den 4. und die „Großen“ der Stufe III den 2. Platz hinter der Gruppe aus Heppenheim.

Nun heißt es weiterüben – das Jugendrotkreuz im Kreisverband drückt die Daumen!