Lausige Zeiten
Die fünfte Jahreszeit ist eingeläutet und wie immer stimmt man sich auch in Jagstfeld darauf ein.
Rund um die Jahnhalle ist Treffpunkt der Narren, der Symbolfigur „Hühnerlaus“, Küken, Hennen und Gockel. Großer Bahnhof beim Eintreffen auswärtiger Umzugsteilnehmer, das Stimmungsbarometer schnellt in die Höhe. Auch niedrige Temperaturen halten eingefleischte Faschingsfreunde nicht von einer Teilnahme ab. Mancher wagt einen Blick zum Himmel, hofft dass der angekündigte Regen ausbleibt. Besonders Kinder finden Gefallen an der urigen Atmosphäre im Unterdorf. Alle Anwohner haben ihre Häuser dekoriert, verwöhnen die Gäste mit Punsch und Krapfen.
Rund ein Dutzend Rotkreuzler stehen an diesem kalten Sonntag an Straßenkreuzungen und Wegesrändern für Notfälle bereit, nur zwei von ihnen können vom beheizten Rettungswagen aus das närrische Treiben beobachten. Die anderen begleiten den Gaudiwurm zu Fuß. Zwischendurch gibt´s einen wärmenden Schluck heißen Kaffee oder Tee aus der Thermoskanne. Wohl dem der heute warme Wollsocken trägt!
Für manchen Helfer geht der Dienst nach dem Umzug weiter. Einzelne haben Einsatz bei der Open-Air-Party, andere beobachten die feiernden Kinder in der Halle. Hier tanzen die Jungen und junggebliebenen Hühnerläuse – und es ist spürbar wärmer als draußen während des Umzuges.
Sani Patrick Fiedler berichtet von nur wenig zu leistenden Hilfeleistungen, beobachtet aber mit Sorge den Alkoholpegel mancher Jugendlichen. Abends zurück im Dienstraum bedankt sich Einsatzleiterin Katja Weidner während einer kurzen Abschlußbesprechung bei ihren Mitstreitern.
In wenigen Tagen werden die Helfer beim Umzug in Bad Wimpfen ehrenamtliches Engagement beweisen.