HvO-Gruppen des DRK-Kreisverbandes legen Jahresbericht 2008 vor
Insgesamt 13 Ortsvereine beteiligten sich im zurückliegenden Jahr am Projekt Helfer vor Ort (HvO), welche von Gundelsheim bis Zaberfeld, von Möckmühl bis Untergruppenbach angesiedelt sind.
Um als Helfer vor Ort tätig zu sein ist eine Ausbildung zum SAN Helfer ausreichend, sofern die notwendige Erfahrung (z.B. durch regelmäßige Einsätze im Rettungsdienst) vorgewiesen werden kann. Unabhängig von dieser Mindestqualifikation beteiligen sich auch viele Helfer mit höherer Qualifikation.
In seinem Jahresbericht geht Bernhard Menacher, Projektleiter HvO, auf das Einsatzgeschehen des letzten Jahres ein:
Eine große Zunahme der Alarmierungszahlen weist die Statistik der Rettungsleitstelle für den Bereich Kraichtal-West nach, in dem 2008 weitere Gruppen gestartet sind.
Wie auch in den vergangenen Jahren hatten die HvO-Gruppen mit der gesamten Bandbreite medizinischer Notfälle zu kämpfen, wobei die internistischen Notfälle wieder einen deutlichen Schwerpunkt bildeten. Der Anteil dieser Einsätze nahm im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent zu. Entsprechend veränderten sich die Anteile der sonstige Einsatzgruppen wie Verkehrsunfälle, Chirurgische Notfälle, pädiatrische Notfälle und Sonstige.
In allen HvO Gruppen kommen AEDs zum Einsatz, wobei nicht jeder Helfer mit einem solchen Gerät ausgestattet werden kann. Die Statistik zeigt jedoch, dass durch die Verteilung entsprechender Geräte an besonders häufig eingesetzte Helfer eine hohe Abdeckungsquote von fast 75 Prozent erreicht wurde. Primär nicht erfolgreich waren 27 von 37 Reanimationen, bei 27 Reanimationen stand ein AED zur Verfügung. Bei 18 Reanimationen wurde eine defibrillationspflichtige Herzrhythmusstörung erkannt.
Unabhängig dieser Zahlen ist eines aber zweifelsfrei sicher: Wird durch den Einsatz der HvO auch nur ein einziges Leben gerettet, hat sich der Aufwand bereits gelohnt.