Ehrungen beim Abend des Ehrenamts in Schwaigern
Millionen Menschen spenden in Deutschland jedes Jahr freiwillig und unentgeltlich Blut beim DRK. Trotzdem liege das Spendeaufkommen weit unter dem Bedarf, so Claus Rehder, Ortsvereinsvorsitzender in Schwaigern. Mehrfachspendern, welche zum Teil bis zu 125 mal ihr Blut gelassen haben, sprach er seinen herzlichen Dank aus. Er überreichte den verdienten Spendern Ehrennadeln und unterstrich die Aussage, dass Blut zu spenden ein Symbol für Menschlichkeit sei, sowie selbstlose Hilfe und gesellschaftliches Engagement. Die Geehrten hätten damit immer wieder Patienten geholfen, die dringend auf Blut- und Blutbestandteile angewiesen sind.
Das Rote Kreuz unterstützt weltweit das Prinzip der unentgeltlichen Blutspende, da mit Blut als einem menschlichen Organ keine finanziellen Gewinne gemacht werden dürfen. Bedauerlich fand Rehder manche Berichterstattungen in den Medien. So habe die Sendung Frontal 21 im November des vergangenen Jahres, ein völlig falsches Licht auf die Weiterverarbeitung der Blutkonserven geworfen.
Richtig sei folgendes: Um das Spenderblut optimal zu nutzen, würde man dieses nicht als Vollblut übertragen, sondern dem Empfänger genau die Blutkomponente zukommen lassen, die er auch wirklich benötigt. So wird nichts verschwendet. Ehe aber überschüssiges Blutplasma weggekippt würde, käme es gegebenenfalls in der Pharmaindustrie zum Einsatz.
Dem Vorsitzenden war es wichtig, diese Information weiterzugeben.„Nur mit diesem Wissen können Sie auch beim nächsten Mal unbeschwert zur Blutspende kommen.“
Blut darf nicht zur Handelsware werden.