Angst vor Schweinegrippe
Mit dem Titel zur Kampagne der Blutspendedienste hat man wohl ins Schwarze getroffen. Dass Blutspendeaktionen gerade in einer Zeit, in der große Angst vor Ansteckung herrscht aktueller denn je ist, zeigen rückläufige Zahlen der erschienenen Spender bei den Terminen der letzten Tage.
Blutspenden ist notwendig und durch nichts zu ersetzen, da nur der Mensch selbst in der Lage ist, seinen Mitmenschen damit zu helfen.
Pressemitteilungen zum Thema Schweinegrippe findet man überall und beinahe täglich. Der Schweinegrippevirus verbreitet sich weltweit immer stärker. Trotzdem wird vor Massenpanik gewarnt. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO befindet sich die Welt auf dem Weg in die Anfänge einer weltweiten Epidemie und beschloss die Ansetzung der höchsten von sechs Warnstufen.
Das DRK teilt die Einschätzung und beschreibt die Situation als ernst. Da im Katastrophenfall einer Pandemie Kreis, Land und Bund zusammenarbeiten müssen, ist auch im Kreisverband Heilbronn ein Umdenken im Bevölkerungsschutz und Vorbereiten auf den Ernstfall notwendig geworden. So wurden nun kreisweit in einem Aufruf aktive Mitglieder um Unterstützung im Notfall gebeten. Wie in einem Zahnrad soll die Hilfe im Falle einer Pandemie ineinander greifen.
Damit es erst gar nicht soweit kommt, gilt es zunächst aber die Bevölkerung immer wieder daran zu erinnern, dass mit einfachen Vorsichtsmaßnahmen die Gefahr einer Ansteckung verringert werden kann. So muss viel Wert aufs Hände waschen gelegt werden und der Mund beim Niesen oder Husten bedeckt sein. Wichtig ist es Erkrankte von Gesunden fernzuhalten.
Vor jeder Blutspende steht die ärztliche Untersuchung und nur wer absolut gesund ist, darf zur eigentlichen Spende antreten. Wartezeiten vor der Blutentnahme könnten zukünftig genutzt werden, um auf Vorsichtsmaßnahmen in Punkto Influenza hinzuweisen.